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Museumspädagogischer Zertifikatskurs "Die Sprache der Dinge"

Der Arbeitskreis Museumspädagogik des Hessischen Museumsverbands führt unter der Trägerschaft des Kindermuseums Frankfurt seit Januar 2001 jährlich den Kurs "Die Sprache der Dinge" durch. Der Kurs hatte also 2016 sein 15jähriges Jubiläum! Es handelt sich bei diesem erfolgreichen Fortbildungsprojekt um eine berufsbegleitende, einjährige Einführung in die Praxis der Museumspädagogik, die mit einem Zertifikat abgeschlossen wird. Es haben bereits insgesamt 25 Kurse stattgefunden, die von weit über 400 Teilnehmern/innen erfolgreich absolviert wurden. Der Zertifikat des Kurses gilt inzwischen als ein anerkannter Nachweis museumspädagogischer Fachkompetenz. Die Kursleitung liegt bei Christian Kunz, Museumsleiter von zwei Stadtmuseen in Raum Frankfurt. Die AfeB Heidelberg ist massgeblich beteiligt am Konzept dieses Kurses, Dr. Ulrich Paatsch von der AfeB ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats.

 

Fotos: Abschlusskolloquium des Kurses 2011 (Parallelkurs)

Worum geht es in dem Kurs?
Intendiert ist eine in ihrer Art einmalige, betont praxisorientierte Einführung in die Museumspädagogik. Dabei geht es darum, in einer Gruppe und an konkreten Beispielen zu erarbeiten, dass Museumspädagogik mehr und anderes sein kann, als nur Führungen für Erwachsene oder Bastelkurse mit Schulkindern. Das Spektrum der Angebote, mit denen Museen ihre Sammlungen heute für das Publikum erschliessen, ist erheblich breiter und auch innovativer geworden. Wie vielgestaltig dieses Spektrum inzwischen ist und welche Chancen für publikumsorientierte Museumsarbeit sich daraus ergeben, davon soll in diesem Kurs die Rede sein. Am Beispiel konkreter Fälle und bereits realisierter Projekte werden die Teilnehmer/innen des Kurses Schritt für Schritt mit Arbeitsformen vertraut gemacht, die geeignet sind, historische und künstlerische Originale tatsächlich zum Sprechen zu bringen, und zwar für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene. Die sechs Seminare können das museumspädagogische Handwerkszeug natürlich nicht bis ins Detail vermitteln, das ist auch nicht ihr Anspruch. In den Seminaren werden die Teilnehmer/innen v.a. dazu angeleitet, sich aktiv und kritisch mit der vorgestellten Praxis auseinander zu setzen, dadurch neue Ideen und auch Hinweise zur weiteren (Selbst-) Qualifizierung zu gewinnen und im Ergebnis ein stärkeres fachliches Selbstbewußtsein zu entwickeln. Der Kurs hat seine Ziele dann erreicht, wenn die Teilnehmer/innen ein differenziertes Verständnis von Museumspädagogik mitnehmen, das sie an ihrem Arbeitsplatz aktiv vertretenund die gewonnenen Anregungen eigenständig in Projekten umsetzten. Projektorientierung ist daher ein Begriff, der sich wie ein roter Faden durch den gesamten Kurs zieht.

 

Fotos: Kolloquium des Kurses 2011/2

Die Seminare:
Der Kurs beginnt mit einem "Startseminar", in dem in die Grundlagen der Museumspädagogik und der Projektarbeit eingeführt wird. Es folgen fünf Tagesseminaren an fünf Partnermuseen, in denen jeweils ein bestimmter thematischer Schwerpunkt vermittelt wird. Die Museen wurden von uns ausgewählt, weil dort zu den jeweiligen Themen eine besonders entwickelte museumspädagogische Praxis existiert. Den Abschluß bildet ein zweitägiges Kolloquium in einem sechsten Partnermuseum, in dem die Erfahrungen aus dem Kurs zusammen geführt werden. Dazu werden von den Teilnehmern/innen die im Verlauf des Kurses selbst entwickelten Projekte präsentiert, diskutiert und weiterführende Perspektiven dazu erarbeitet. 

 

Das Zertifikat:
Die Absolventen des Kurses erhalten ein Zertifikat des Hessischen Museumsverbands e.V. Das Zertifikat benennt die erbrachten Leistungen und erworbenen Qualifikationen und enthält den Titel der schriftlichen Arbeit. Es kann den Zugang zu spezialisierten Ausbildungs- und Studiengängen erleichtern und ist in Bewerbungen ein aussagekräftiger Beleg für besonderes museumspädagogisches Engagement.

 

Die Fotos sind von den Websites des Deutschen Architekturmuseums, des Deutschen Filmmuseums, der Schirn Frankfurt und des Kindermuseums Frankfurt.

 

Die Museen

Der Kurs findet an ausgewählten Partnermuseen statt, die über eine besonders ausgewiesene museumspädagogische Praxis verfügen und jeweils ein für Museumspädagogik zentrales Thema abdecken. Die Museen im Kurs repräsentieren unterschiedliche Typen und Sammlungsbestände. Dadurch werden den Teilnehmern/innen des Kurses Einblicke vermittelt, die sonst im beruflichen Alltag nur schwer zu gewinnen sind. Das Startseminar des Kurses findet stets im Kindermuseum Frankfurt statt.

Teilnahmebedingungen

Wer kann am Kurs teilnehmen?

Personen mit (angestrebtem) geistes-, kultur- oder naturwissenschaftlichem Hochschulabschluß, die Interesse an einer beruflichen Tätigkeit im Museum haben und die (wichtig!) bereits über erste praktische Erfahrungen im Museum (oder einer anderen Kultur- und Ausstellungseinrichtung) verfügen (mindestens sechs Wochen Praktikum, Volontariat, Honorartätigkeit, freie Mitarbeit o.ä.). Sie sollten außerdem die Möglichkeit haben, museumspädagogische Projekte in der eigenen Praxis umzusetzen. Bitte beachten Sie: Lehrkräfte aus Schulen und Erzieherinnen können nur dann am Kurs teilnehmen, wenn sie dauerhaft mit einem Museum kooperieren (z.B. als aktives Mitglied eines Erzieherinnen-/ Lehrerarbeitskreisesn in einem Museum); oder als für museumspädagogische Aufgaben ganz oder teilweise freigestellte Lehrkraft. Für andere an Museumspädagogik interessierte Lehrkräfte/ Erzieherinnen könnte dieser Kurs der PH Schwäbisch Gemünd interessant sein.

 

Fotos: Seminar im Naturhistorischen Museum, Mainz (2011/2)

 

Der gesamte Kurs kostet derzeit EUR 700,--

 

In dem Betrag ist enthalten:

* die Teilnahme an einem "Startseminar", einem Mittelseminar (Projektseminar) und an fünf weiteren eintägigen thematischen Seminaren in unseren Partnermuseen. Das "Startseminar" und das Seminar 1 sowie das Seminar 4 und das Mittelseminar (Projektseminar) finden jeweils in einem zweitägigen Block statt.

* ein zweitägiges Abschlußkolloquium

* Beratung durch die Kursleitung für die gesamte Laufzeit des Kurses

* Betreuung der Exposes

* Betreuung der schriftlichen Arbeiten

* regelmäßiger Mail-Rundbrief für die Kursteilnehmer/innen (zwischen den Seminaren)

* Publizierung aktueller Protokolle und Materialien auf der PinWand des Kurses im Internet

* Getränke und Imbisse in den Seminaren

* ein Kursordner mit Arbeitshilfen und einführender Literatur

* Zertifikat des teilhnehmenden museumspädagogischen Arbeitskreises des Hessischen Museumsverbands

 

Wie läuft der Kurs ab?

Um einen Eindruck davon zu vermitteln, wie der Kurs "Die Sprache der Dinge" konkret abläuft, fügen wir unten einen Beitrag aus den "MITTEILUNGEN" des Hessischen Museumsverbands als Download an.

Einblicke, die haften bleiben. Erfahrungen aus dem Kurs "Die Sprache der Dinge"
Eine Teilnehmerin des Kurses 2012/1 beschreibt sehr anschaulich ihre Erfahrungen mit dem Kurs "Die Sprache der Dinge" in der Zeitschrift "Mitteilungen" des Hessischen Museumsverbands (N4r. 45/ 2013)
Mitteilungen_45_2013.pdf
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Ein kurzer Rückblick auf voran gegangene Kurse: Im Mai 2015 ist der Kurs 2014 mit seinem Abschlusskolloquium im Museum Schloß Philipsruhe in Hanau zu Ende gegangen. Hier einige Fotos mit Impressionen vom begleitenden Programm dieses Kolloquiums:

Am 4./5. Mai 2015 ist der Kurs 2014 mit seinem Abschlusskolloquium in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim zu Ende gegangen. Auch zu diesem Kolloquium hier einige Fotos zur Veranschaulichung der vielfältigen Projektpräsentationen der Teilnehmerinnen (s.u.).

Jeder Kurs hat einen ganz anderen Charakter und liefert in der Lerngruppe den Teilnehmer/innen einmalige Eindrücke und Erfahrungen. Hier das Abschlußkolloquium des Kurses 2018 (Juli 2019), das für alle Beteiligtewn die besonderen Möglichkeiten und die Qualität der Museumspädagogik im Museum Wiesbaden erfahrbar gemacht hat (s.u.).

Termine und Anmeldung:

Der Kurs "Die Sprache der Dinge" 2018 läuft derzeit in sechs Museen mit vielen neuen Ideen bis zum Juli 2019.  Der Kurs 2019 beginnt am 2./3. September 2019 und endet mit dem Kolloquium am 20./ 21.Mai 2020. Das ausführliche Programm und das Anmeldeformular finden Sie unten als Download.

 

Anfragen zum Kurs und den Teilnahmevoraussetzungen richten Sie bitte an die Kursleitung:

kontakt@kursdiesprachederdinge.de

Kurs "Die Sprache der Dinge" 2019
Das Programm und alle weiteren Infos zum Kurs "Die Sprache der Dinge" bitte hier herunter laden.
programm-kurs-2019.pdf
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Kurs "Die Sprache der Dinge" 2019 Anmeldeformular
Hier finden Sie das Anmeldeformular für den Kurs 2019. Ein Tipp: Wenn Sie teilnehmen wollen, bitte bald anmelden! Erfahrungsgemäß sind die vorgesehenen 18 Plätze schnell ausgebucht!
anmeldeformular-2019.pdf
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