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Seminar Besucher- und Nutzerbefragungen - Bundesakademie für kulturelle Bildung/ Fachbereich Museum

Besucher- und Nutzerbefragungen – selbst gemacht . Einführung in die Methoden der Selbstevaluation in Museen und anderen Kultureinrichtungen

Termin: 14./ 15.Mai 2006 Ort: Bundesakademie für kulturelle Bildung, Wolfenbüttel

Dozent: Dr. Ulrich Paatsch, Arbeitsgruppe für empirische Bildungsforschung, Heidelberg. Der Referent hat selbst zahlreiche empirische Erhebungen im Kultur- und Umweltbereich durchgeführt.

 

Zum Foto: Besucherbefragung "live" - Besucher füllen Kurzfragebögen (sog. "Meinungskarten") nach Besuch der Ausstellung am Ausgang des Hauses der Natur, Bad Harzburg aus. Diese Befragung war Teil eines laufenden Evaluationsprojekts der AfeB. Nähere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.


Dieses - bereits 2003 und 2005 erfolgreich im Programm der Bundesakademie gelaufene - Seminar verstand sich als Einführung in die empirischen Methoden von Nutzer- und Besucherbefragungen. Dabei wurden zwei Ziele verfolgt:

  • Erstens geht es darum, die besonderen Chancen und Möglichkeiten von Befragungen näher kennen zu lernen. Dazu wird folgenden Fragen nachgegangen: Was kann man konkret mit Fragebögen und anderen Instrumenten erheben? Welche Merkmale des eigenen Publikums (und derjenigen, die noch nicht dazu zählen) lassen sich damit klären? Welche Problemstellen und „Stolpersteine" ergeben sich bei Nutzung und Interpretation der gewonnenen Daten? Welchen Stellenwert haben die Ergebnisse für Angebotsplanung, Öffentlichkeitsarbeit und Qualitätskontrolle?
  • Zweitens soll den Teilnehmern/innen des Seminars praktisches und sofort einsetzbares ‚Handwerkszeug' vermittelt werden, um Nutzer- und Kundenbefragungen selbst (in Eigenregie) durchzuführen. Dazu wird zunächst in die Regeln der Frageformulierung und der Fragebogenerstellung eingeführt. Im Anschluss wird ein Musterfragebogen vorgestellt und auf seine Einsetzbarkeit in der Praxis der Teilnehmer/innen diskutiert. Schließlich werden die einzelnen Arbeitsschritte einer Erhebung exemplarisch durchgespielt - von der Frageformulierung über den Einsatz des Fragebogens nach einer bestimmten Stichprobe bis hin zur Präsentation der fertigen Ergebnisse.
  • Dazu wird GRAFSTAT eingesetzt, ein kostenlos im Internet erhältliches Computerprogramm, das sämtliche Arbeitsschritte einer empirischen Erhebung unterstützt. Vorkenntnisse in GRAFSTAT werden nicht vorausgesetzt, das Programm wird im Seminar zur Verfügung gestellt.

Das Seminar richtete sich v.a. an Personen aus dem Museumsbereich. Bei Bedarf konnte jedoch auch auf die besonderen Voraussetzungen anderer Kultureinrichtungen eingegangen werden. Entsprechende Anmeldungen waren daher möglich,

Ergebnisse und Materialien konnten mitgebracht werden.

 

IM SEMINAR VORGESTELLTE LITERATUR ZUM THEMA:
  • Relativ verbreitet ist der - schon etwas "betagte" Band des Deutschen Städtetags "Methodik von Befragungen im Kulturbereich - eine Arbeitshilfe" (DEUTSCHER STÄDTETAG, DST Beiträge zur Statistik und Stadtforschung, Reihe H, Heft 40, Köln 1994). Darin gibt es ein eigenes, sehr ausführliches Kapitel über Befragungen in Museen.
  • Zwar nicht museumsspezifisch, aber von der Anlageher noch praxisgerechter und tauglicher für Erhebungslaien ist der Band von INGEBORG STACHNIK, "Besucherbefragungen in Bibliotheken" (DEUTSCHES BIBLIOTHEKSINSTITUT Berlin, 1995).
  • Gleiches gilt auch für den 'Leitfaden für Besucherbefragungen durch Theater und Orchester' von Butzer Strothmann/ Günter/Degen; Hg.: Deutscher Bühnenverein Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2001 ISBN 3-7890-7287-7, 20 Euro, erhältlich nur über den Buchhandel
  • ULRICH PAATSCH von der AfeB hat für den Aufbaustudiengang "Museumsmanagement" an der Fernuniversität Hagen einen Lehrbrief."Evaluation in Museen und Ausstellungseinrichtungen" erstellt, der - leider sehr teuer! - bei der FU Hagen bezogen werden kann.
  • Christiane M. Birkert, Die richtigen Fragen stellen. Evaluation der Museumsarbeit. In: KULTUR Z.B. Mitgliederzeitschrift der ab.hier.kultur, Ausg. 06/ Jan. 2003 (wird im Seminar als Kopie verteilt).

 

 

Tipps für Besuchererhebungen "in Eigenregie". Erfahrungen aus der Erhebungspraxis der AfeB finden Sie hier.

Hinweis: Das Seminar wird auf Wunsch auch regional für Museumsverbände, Bildungsträger oder große Museen/ Kultureinrichtungen durchgeführt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Dr. Ulrich Paatsch, AfeB e.V.

Musterfragebogen für eine Eingangsbefragung von Museumsbesuchern/innen
WICHTIGER HINWEIS: Dieser Fragebogen muß unbedingt den örtlichen Gegebenheiten angepaßt werden! Beratung auf Wunsch durch die AfeB.
MusterFragebogen.doc
Microsoft Word Dokument 39.0 KB