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Evaluation und Besucherbefragungen im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover

Das Museum

Mit seinen vier Sammlungsgebieten: „Landesgalerie", „Naturkunde", „Urgeschichte" und „Völkerkunde" ist das Niedersächsische Landesmuseum Hannover das größte und meistbesuchte Museum in Niedersachsen.

  • In der Landesgalerie finden sich Werke von Rembrandt, Rubens und Albrecht Dürer neben denen vieler anderer Künstler. Schwerpunkte sind deutsche Kunst vom Mittelalter bis zur Renaissance, italienische Malerei des 14. bis 18. Jahrhunderts, niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts sowie europäische Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
  • Publikumsmagneten in der Naturkunde-Abteilung sind das Modell eines Dinosauriers und das Aquarium („Vivarium") mit mehr als 2000 einheimischen und exotischen Fischen, Lurchen und Reptilien. Den Besucherinnen und Besuchern wird in der Naturkunde - Schausammlung aber auch die Vielfalt der niedersächsischen Landschaftsräume wie Harz, Heide und Nordsee vorgeführt.
  • Mehr als 500.000 Jahre Kulturgeschichte spiegelt die urgeschichtliche Abteilung des Museums wider. Hier erhalten die Besucher/innen Einblicke in Wirtschaft und Technik, Siedlungsgeschichte, Totenbrauchtum und Jenseitsvorstellungen von der Altsteinzeit bis ins Mittelalter. Besonderes Highlight sind die mumifizierten Leichen aus niedersächsischen Mooren.
  • In der Völkerkunde-Abteilung sind Exponate aus aller Welt zu bewundern. Die vergangenen Hochkulturen von Peru und Mexiko bilden einen Schwerpunkt, aber auch die Indianer Nordamerikas, die afrikanischen Völker sowie die Einwohner Chinas, Japans und Indonesiens sind hier vertreten. Hier erfahren die Besucher/innen mehr über "Medizin", "Pflanzenanbau", "Ernährung" und "Naturphilosophie" in den verschiedenen Kulturen! (Textauszug aus REISELAND NIEDERSACHSEN ONLINE)

Fotos: Das Niedersächsische Landesmuseum Hannover ist ein von außen ein repräsentativer Bau, der praktisch jedem Hannoveraner bekannt ist (s. Foto oben). Innen ist das Landesmuseum - wie viele Museen seiner Art - ein Haus der Kontraste: Die Ausstellungen reichen von der Schausammlung für Naturkunde (inklusive eines Dino - Raums) bis hin zur Landesgalerie  u.a. mit wertvollen mittelalterlichen Altarbildern. Herausforderung für das Evaluationsprojekt war es, die Resonanz auf diese Vielfalt des Angebots beim Publikum zu dokumentieren. (Fotos: Landesmuseum (1), AfeB (2))

Aufgaben für die Besucherbefragungen

Die Situation des Landesmuseums ist gekennzeichnet durch eine große Breite und Vielfalt des Angebots. Das schafft besondere Bedingungen für das Publikum und für eine besuccherorientierte Arbeit des Museums. Die Evaluationen und Besucherbefragungen sollten vor diesem Hintergrund vier Aufgaben bewältigen:

  • Die Zusammensetzung des Publikums erheben (und Veränderungen gegenüber der voran gegangenen Besucherstudie von 1994 klären);
  • zweitens die Resonanz der vier großen Schausammlungen des Museums beim Publikum nachvollziehen;
  • drittens die reale Nutzung der Ausstellungen erheben;
  • viertens in einer Strassenbefragung auch die Meinung von Nicht - Besuchern/innen des Museums kennen lernen. Die Erhebungsarbeiten laufen derzeit (Mai 2006). Zu den Erhebungsergebnissen wird im Laufe des Sommers2006 ein interner Bericht vorliegen.

Erhebungskonzept

Die Evaluationen und Besucheranalysen umfassten sieben methodische Bereiche:

  • Besucherstrukturanalyse (=wer ist das Publikum?)
  • Evaluationsfragebogen (= wie gefielen Ihnen die Schausamlungen des Museums?)
  • Laufzettel - Erhebungen
  • Besucherinterviews in allen vier Schausammlungen
  • Strassenbefragungen
  • Eine Lehrer- und Gruppenleiterbefragung per Fragebogen
  • Lehrer - und Erzieherinnen - Focus - Runden

Projektteam

Sylvia Spehr (Organisation) Stefanie Barth, Martin Schmidt (Erhebungsarbeiten und Auswertung)

Die Verteilung der Fragebögen und die Interviews vor Ort wären nicht möglich gewesen ohne die aktive Mithilfe der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Förderkreise des Landesmuseums. Wir danken Dr. Thomas Hirthe vom Landesmuseum für die engagierte und ausdauernde Unterstützung des Projekts.

Hinweise zu den Serviceleistungen der AfeB bei Nutzer- und Besucherbefragungen
finden Sie
hier!