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Besucherbefragung in der Ausstellung "Die Salier - Macht im Wandel"

im Historischen Museum der Pfalz, Speyer

Im Jahr 2011 stand die Stadt Speyer ganz im Zeichen der salischen Kaiser. Unter der Herrschaft der Salier wurde der mächtige Dom erbaut, ein Meisterwerk der romanischen Architektur. Vor genau 950 Jahren wurde das damals größte Gotteshaus des Abendlandes geweiht. Der Kaiserdom symbolisiert zugleich den einzigartigen dynastischen Anspruch des gesamten salischen Königshauses. Vor 900 Jahren, im Jahr 1111, wurde Heinrich V., der letzte salische Herrscher, in Rom zum Kaiser gekrönt. Im gleichen Jahr verlieh er der Stadt Speyer bedeutende Privilegien, die den Beginn der Entwicklung zur freien Reichsstadt einleiteten.

 

Zahlreiche Exponate von Weltrang aus Museen in Deutschland und Europa wurden zu diesem Anlass erstmals in einer Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz vereint. Wertvolle Handschriften, kostbare liturgische Geräte, Skulpturen und Bauplastik, aber auch Funde aus dem alltäglichen Leben geben Einblick in eine von dramatischen Umbrüchen geprägte Zeit. Aufwändige Inszenierungen, virtuelle Architekturrekonstruktionen und vertiefende Hörstationen boten dem Besucher ein besonderes eindrucksvolles Ausstellungserlebnis. Die Fragen an die Besucherforschung waren: Wurden durch dieses besondere Ausstellungsereignis neue und andere Besucherschichten angezogen? Und: War es den Besuchern/innen klar, dass sie tatsächlich historische Originale von Ausnahmecharakter zu sehen bekamen?

 

(Foto: Historisches Museum der Pfalz)
(Foto: Historisches Museum der Pfalz)

Die Ausstellung lief vom 10.4. bis 30.10.2011. Die Erhebung selbst wurde jedoch nicht während der gesamten Laufzeit durchgeführt, sondern es wurden zeitliche Schwerpunkte gesetzt. Ausgewählt wurde der Zeitraum vom 10.6. bis zum 19.6.2011. Darin enthalten waren die beiden Pfingstfeiertage (12./ 13.6.), die eine andere Publikumszusammensetzung erwarten liessen und die in der Auswertung deswegen gesondert berücksichtigt wurden.

 

Insgesamt wurde an acht Tagen befragt, jeweils sechs Stunden zwischen 12h und 18 Uhr. Die Stichprobe wurde gezielt auf Werktage und Tage am Wochenende/ Feiertage verteilt, davon vier Tage an den Wochenenden/ ein Feiertag/ zwei Werktage. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 1454 gültig ausgefüllte Fragebögen eingesammelt

 

Die Erhebung fand statt unter Mitarbeit von  Kerstin Fink und Sandra Tomschin.