Zurück zur Übersicht "Evaluationsprojekte für Museen"


Evaluation und Besucherbefragung zur Ausstellung "Helden - von der Sehnsucht nach dem Besonderen" in der Henrichshütte Hattingen

(Foto: Westen Online)
(Foto: Westen Online)
Die Ausstellung, die Bestandteil des Programms von "Ruhr 2010 - Kulturhauptstadt Europa" war, wurde vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe getragen und in der Henrichshütte Hattingen durchgeführt. Sie lief vom 12. März 2010 bis schliesslich - nacheiner Verlängerung - bis zum 1. November 2010.Der Leitgedanke dieser großen Ausstellung war:Ob Herkules oder Schimanski, Jeanne d'Arc oder Lara Croft - jede Zeit macht ihre Helden. Die Ausstellung verstand sich also als eine Ausstellung zur Geschichte und Gegenwart der Heldenverehrung. 850 hochkarätige Exponate luden ein zu einer Reise von den Helden Roms bis zu den neuen Helden der Arbeitswelt im Revier.
(Foto: LWL Org)
(Foto: LWL Org)

Das Spektrum der Exponate reichte weit über den industriegeschichtlichen Themenkreis hinaus, der sonst in den LWL-Industriemuseen dominiert:  Es reichte von einer drei Meter hohen Herkules-Statue bis zum kleinen Splitter des „Silberpfeils“, in dem Rennfahrer Bernd Rosemeyer 1938 verunglückte, vom 500 Jahre alten Harnisch des „letzten Ritters“ Kaiser Maximilian I. bis zur Jacke von TV-Kultkommissar Schimanski, vom antiken Torso einer Amazone bis zur lebensgroßen Figur der Cyberheldin Lara Croft. 180 Leihgeber aus ganz Europa und Übersee steuerten Objekte bei, darunter auch - eines der spektakulärsten Exponate - einen Stahlträger des zerstörten World-Trade-Center sowie den Helm eines Feuerwehrmanns, der am 11. September 2001 beim Einsatz in New York ums Leben kam. Dieses Exponat war erstmals außerhalb Amerikas zu sehen.

(Foto: Besucherin beim Ausfüllen des Fragebogens)
(Foto: Besucherin beim Ausfüllen des Fragebogens)

Die Besucherbefragung verfolgte zwei generelle Ziele: Zum einen sollte geklärt werden, welche Resonanz diese ungewöhnliche Ausstellung am ungewöhnlichen Ort beim Publikum fand. Zweitens ging es um die Zusammensetzung des Publikums: Für den Landschaftsverband war von besonderem Interesse, ob mit dieser Ausstellung neue Publikumsschichten gewonnen werden konnten oder ob die Ausstellung letztlich vor allem die Besucher/innen mobilisierte, die auch sonst die acht Industriemuseen des LWL frequentieren.

 

Die Erhebung fand in drei Befragungswellen statt. Damit sollte sicher gestellt werden, dass die Besucherstruktur während der gesamten Laufzeit der Ausstellung abgebildet wurde. Die erste Welle wurde direkt nach der Eröffnung der Ausstellung im April 2010 eingeplant, um etwas über die Wirksamkeit der voran gegangenen Öffentlichkeitsarbeit zu erfahren. Die zweite Befragungswelle wurde in die Sommermonate gelegt, hier war die Annahme, dass sich das Ferienpublikum stärker bemerkbar machen würde. Die dritte Befragungswelle lag schließlich im Oktober am Ende der Ausstellung.

(Foto: Besucherbefragung am Ausgang der Ausstellung)
(Foto: Besucherbefragung am Ausgang der Ausstellung)

Es wurden knapp 1500 Fragebögen verteilt, die sich in etwa gleichen Anteilen auf die drei Befragungswellen verteilten. Der Fragebogen war relativ lang, er umfasste 32 FRagen, die teilweise noch in eine Reihe von Bewertungsfragen untergliedert waren. Dieses anspruchsvolle Erhebungsinstrument erforderte eine persönliche Betreuung durch fachlich kompetente Befrager, die das Publikum ansprachen und insgesamt durch ihre freundliche Art massgeblich am Erfolg des Projekts beteiligt waren. Die Erhebung wurde vor Ort über gesamte Laufzeit durch Olivia Fuhrich und Mathias van Driel betreut.

 

Weitere Informationen über die Besucherbefragung in der Ausstellung "Helden - von der Sehnsucht nach dem Besonderen" und über die Ergebnisse erhalten Sie im Referat Kommunikation der LWL - Industriemuseen.