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Stichwort: Besucherstudien

Auf dieser Seite werden einige Tipps, Hinweise und Materialien zur Durchführung von Besucherstudien in Museen und anderen Ausstellungseinrichtungen vorstellt. Wir möchten jedoch ausdrücklich darauf hin weisen, dass Besucherstudien in Eigenregie (die nicht von einem externen Institut oder Fachmann/ Fachfrau durchgeführt werden) an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Auf diese Voraussetzungen wird hier noch ausführlich eingegangen.

 

Musterfragebögen.

Musterfragebogen für eine Eingangsbefragung im Museum
WICHTIGER HINWEIS: Dieser Fragebogen muss unbedingt auf die konkrete Situation bzw. das Befragungsanliegen des Museums abgestimmt werden. Wir beraten Sie gern!
MusterFragebogen.doc
Microsoft Word Dokument 39.0 KB
Baukasten Lehrerbefragungen
Dieser Baukasten enthält eine Liste wichtiger Fragestellungen für die Befragung von Lehrkräften, die mit ihrer Klasse ins Museum gehen.
Muster_Baukasten_Lehrerfragebogen.doc
Microsoft Word Dokument 55.0 KB
Baukasten Schülerbefragungen
Dieser Baukasten enthält eine Liste wichtiger Fragestellungen für die Befragung von Schülern/innen, die mit ihrer Klasse ins Museum gehen.
Muster_Baukasten_Schülerfragebogen.doc
Microsoft Word Dokument 47.5 KB
Checkliste: Was leistet die Museumspädagogik?
Diese Checkliste soll einen ersten Überblick darüber ermöglichen, was die örtliche Museumspädagogik an "Produkten" anbietet. Die Liste sollte fallweise ergänzt werden.
Checkliste_Museumspädagogische Produkte.
Microsoft Word Dokument 27.5 KB

Statistikprogramm für Nicht - Fachleute

Erhebungen in Eigenregie können ohne größere statistische und/ oder EDV - Vorkenntnisse mit dem Programm GrafStat realisiert werden. Dieses Programm wurde speziell zur Erstellung, Durchführung und Auswertung von Fragebogenerhebungen durch 'Erhebungslaien' entwickelt und kann durch Bildungs- und Kultureinrichtungen kostenlos (!) aus dem Internet herunter geladen werden. Weitere Hinweise finden sich hier. ACHTUNG: Wenn Sie beabsichtigen, GrafStat für Erhebungszwecke im Museum einzusetzen oder bereits Erfahrungen damit gesammelt haben, bitten wir um einen Hinweis. Wir möchten gern Ihre Erfahrungen und Anregungen an andere Nutzer weiter geben. DANKE!

 

 

Literatur - Tipps

Es gibt bislang leider nur wenig aktuelle Literatur, die Museen unterstützt, die Erhebungen in Eigenregie durchführen wollen. Relativ verbreitet ist der - schon etwas "betagte" Band des Deutschen Städtetags "Methodik von Befragungen im Kulturbereich - eine Arbeitshilfe" (DEUTSCHER STÄDTETAG, DST Beiträge zur Statistik und Stadtforschung, Reihe H, Heft 40, Köln 1994). Darin gibt es ein eigenes, sehr ausführliches Kapitel über Befragungen in Museen.

 

Zwar nicht museumsspezifisch, aber von der Anlage her noch praxisgerechter und tauglicher für Erhebungslaien ist der Band von INGEBORG STACHNIK, "Besucherbefragungen in Bibliotheken" (DEUTSCHES BIBLIOTHEKSINSTITUT Berlin, 1995).

 

Auch für den Bereich 'Theater und Bühnen' gibt es inzwischen eine praxisorientierte Handreichung für Besucherbefragungen: 'Leitfaden für Besucherbefragungen durch Theater und Orchester' von Butzer Strothmann/ Günter/Degen; Hg.: Deutscher Bühnenverein Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2001 ISBN 3-7890-7287-7, 20 Euro

 

ULRICH PAATSCH von der AfeB hat für den Aufbaustudiengang "Museumsmanagement" an der Fernuniversität Hagen einen Lehrbrief "Evaluation in Museen und Ausstellungseinrichtungen" erstellt, der - leider recht teuer! - bei der FU Hagen bezogen werden kann. Einen Auszug aus diesem Lehrbrief finden Sie hier.

 

UWE DIENER, der Autor des oben vorgestellten Programms GRAFSTAT hat als Begleitmaterial zum Programm GRAFSTAT eine sehr praxisgerechte Anleitung geschrieben, wie man eine Befragung konzipiert und durchführt (natürlich nicht museumsspezifisch). Der Text ist zwar v.a. für den Einsatz von GRAFSTAT gedacht, es werden aber auch allgemeine methodische Tipps und Hinweise gegeben. Sie können den Text unten als PDF - Datei huerunter laden (Copyright: Uwe Diener, GRAFSTAT).

GRAFSTAT - So führt man eine Befragung durch
Alle Rechte beim Autor (UWE DIENER, eMail: uwe.diener@grafstat.de)
GRAFSTAT__So+führt+man+eine+Befragung+du
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Hier die neueste Publikation zum Thema "Besucherforschung im Museum" (Erscheint: 11/ 2014). Es ist der Tagungsband von der Fachtagung "Das Publikum im Blick - Impulse für besucherorientierte Museumsarbeit" die am 7./8.11.2013 im LWL Freilichtmuseum Hagen standfand und bei der das Westfälische Netzwerk für Besucherforschung gegründet wurde. In diesem Band finden Sie zahlreiche einführende Beiträge zu Konzepten und zur Reichweite von Besucherforschung und interessante Anwendungsbeispiele. Bezug beim LWL-Freilichtmuseum Hagen.

Für fortgeschrittene Interessenten:

Prof. Reinhard Stockmann vom CEVAL, dem Zentrum für Evaluation an der Universität des Saarlandes, hat ein "Handbuch zur Evaluation" herausgegeben, das seinen Untertitel ("Eine praktische Handlungsanleitung") völlig zu Recht trägt. Der Band ist fundiert, aber führt in seinen Kapiteln tatsächlich in alle Aspekte von Evaluationsprojekten ein, erläutert wichtige Fachtermini und gibt eine Vielzahl nützlicher Tipps. Ein weiterer Vorteil des Bandes ist, dass er von Google komplett ins Netz gestellt wurde.

Im Januar 2008 ist die zweite Auflage des Kompendiums Kulturmanagement erschienen. Das von Prof. Dr. Armin Klein herausgegebene Werk enthält auch einen Beitrag von seinem Mitarbeiter Patrick Glogner zum Thema „Empirische Methoden der Besucherforschung". In diesem Beitrag wird überblicksartig und praxisorientiert dargestellt, was bei der Konzeption, Vorbereitung und Durchführung einer empirischen Besucherstudie zu beachten ist. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Untersuchungsmethoden Fragebogen, qualitatives Interview und Beobachtung gerichtet. Der Band kostet EUR 39.90.

Relativ neu (erschienen Ende 2009) ist der Band "Wegweiser Evaluation - von der Projektidee zum bleibenden Ausstellungserlebnis", der von Patricia Munro, Eva Siekierski, Monika Weyer und Thomas Pyhel herausgegeben wird. Der Band behandelt vor allem das Thema "Evaluation in Naturschutzausstellungen", die vorgestellten Methoden und Praxis-Leitfäden sind aber auch interessant für andere Verwendungszusammenhänge. Überhaupt handelt es sich bei diesem Band um die praxisgerechteste Veröffentlichung zu Evaluationsmethoden, die in den letzten Jahren erschienen ist. Der Band ist im OEKOM - Verlag erschienen und wurde gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Letzteres macht sich leider nicht beim Preis bemerkbar: Der 146seitige Band kostet EUR 29,90.

Rolf Porst vom GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim hat mit seinem Arbeitsbuch "Fragebogen" ein Lehrbuch vorgelegt, dass dem Bedürfnis des Praktikers, leicht nachvollziehbare Hinweise zur Fragebogenkonstruktion zu erhalten, am nächsten kommt. Porst berichtet in der Einleitung, dass er bei der Entwicklung und Beratung von 2500 Fragebögen mitgewirkt hat, und das merkt man dem Band auch in einem positiven Sinn an. Besonders positiv an dem Band ist, dass nicht nur verständlich formuliert wird, sondern dass zu den meisten Hinweisen gleich entsprechende Fragebogen-Beispiele vorgestellt werden. Man kann also am praktischen Beispiel gut nachvollziehen, wie es der Autor gemeint hat. Dabei kann man gleich entsprechende Anregungen für den eigenen Fragebogen ableiten. Allerdings: Die Beispiele sind wirklich gut, nur passt nicht jedes Beispiel zu dem Befragungsanliegen, um das es dem Leser geht. Dazu wird am Anfang des Buches Sherlock Holmes zitiert: "Die richtige Antwort, mein lieber Watson, erhalten Sie nur, wenn Sie die richtige Frage stellen!". Genau so ist es.

Hier geht es zu den Praxis - Tipps und Hinweisen für Erhebungen in Eigenregie

Hier finden Sie eine kurze Einführung in die Ausstellungs - Evaluation

Hier wird die AfeB - Methode der Kompakt - Evaluation vorgestellt