Arbeitsgruppe für empirische Bildungsforschung e.V.

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Einführung in die Evaluation von Museen und Ausstellungen

Im Unterschied zu vielen nordamerikanischen Museen wird in Deutschland der frühzeitigen und systematischen Einbeziehung von Besuchern/innen in Planungs- und Gestaltungsprozesse an Museen noch relativ wenig Beachtung geschenkt. Das Bild vom Besucher, das viele Museumsverantwortliche und auch viele Gestalter mit sich herum tragen, ist entweder das vom ‚Experten‘ oder vom ‚Kunst-, Geschichts- und Kulturinteressierten‘; oder das Bild einer mehr oder weniger anonymen Besuchermasse, die durch Ausstellungen strömt und v.a. positiv in der Besuchsstatistik zu Buche schlägt. Sicherlich gibt es auch Kustoden, die versuchen, ihre Projekte stärker aus der Besucherperspektive zu betrachten. In den Museumsteams kommt besonders den Museumspädagogen/innen (soweit vorhanden..) diese Rolle des Anwalts des Publikums zu, was etwa bedeuten kann, dass Vermittlungsfragen frühzeitig thematisiert werden oder dass darauf geachtet wird, in Ausstellungen genug Fläche für Schulklassenführungen vorzusehen etc.. Das sind sicherlich sinnvolle Korrekturen, jedoch erfordert Besucherorientierung mehr und differenziertere Kenntnisse über den Umgang des Publikums mit Museen und Museumsausstellungen. Evaluation ist also nach wie vor ein zentrales Thema, wenn es um  die Besuchergerechtigkeit von Museumsangeboten geht. Was Evaluation ist und was sie in einem Museum (oder einer anderen Ausstellungseinrichung) leisten kann, wird ausführlich im folgenden Text "Einführung in die Evaluation von Museen und Ausstellungen" behandelt (PDF-DFatei). Dieser Text ist identisch mit dem Kapitel 4 des Lehrbriefs "Besucherforschung und Evaluation" der Fernuniversität Hagen. Wir publizieren ihn hier mit freundlicher Genehmigung der Fernuniversität. Der gesamte Lehrbrief, der das ganze Einsatzspektrum von Evaluation und Besucherforschung behandelt und auch die geschichtlichen Hintergründe beschreibt, kann bei der Fernuniversität Hagen bezogen werden (auch wenn man dort nicht als Student eingeschrieben ist). Umfang des Lehrbriefs: 252 Seiten. AKTUELLER HINWEIS: Wir sind von Interessenten darauf hin gewiesen worden, dass die FU offenbar keine Lehrmaterialien mehr vertreibt, wenn man nicht in dem jeweiligen Studiengang eingeschrieben ist. Interessenten für den Lehrbrief wenden sich daher bitte direkt an die AfeB.

 

Inhalt des Lehrbriefs:

Einleitung: Stellenwert von Besucherorientierung in Museen und Ausstellungseinrichtungen: Besucherorientierung und Besucherforschung

 

Kap. 1. Verfahren zur sozialwissenschaftlichen Informationsgewinnung

  • Empirische Sozialforschung als Teil und Methode von Soziologie
  • Erhebungsmethoden empirischer Sozialforschung


Kap. 2. Besucherforschung in Museen

  • Warum Besucherforschung?
  • Museumseitige Voraussetzungen für Besucherforschung
  • Gegenstände von Besucherforschung
  • Exkurs: Geschichte der Besucherforschung
  • Besucherforschung, Besuchererhebungen und Evaluation: Versuch der Klärung einer Begriffsverwirrung


Kap. 3. Besuchererhebungen in der Praxis

  • Annahmen formulieren
  • Eine Erhebungsmethode festlegen
  • Vor- oder Nachbefragungen
  • Sechs Schritte zu einer Besuchererhebung
  • Fragebogenentwicklung
  • Ein Musterfragebogen
  • Eine Fragebogenerhebung durchführen
  • Erhebung von ‚Nicht-Besuchern‘

 

Kap. 4. Evaluation von Museen und Ausstellungen

  • Evaluation - Stiefkind oder unerläßliche Planungshilfe?
  • Zum Verständnis von Evaluation
  • Einsatzbereiche und Voraussetzungen
  • Evaluation praktisch
  • Sonderfall: Evaluationen in Sonderausstellungen
  • Sonderfall: Programmevaluation

 

Kap. 5. Umsetzung und Anwendung von Befragungs- und Evaluationsergebnissen

  • Bericht und Präsentation der Ergebnisse
  • Umsetzung von Evaluationsergebnissen in Museumskontexten
  • Ausgewählte Problemfelder im Rahmen von Besuchererhebungen und Evaluation
  • Planungsphasen von Besuchererhebungen und Evaluationen
  • Make or buy - Entscheidungen: Möglichkeiten zur Selbstevaluation
  • Exkurs: Evaluatives Denken bei Arbeitsabläufen
  • inguläres Ereignis oder fortlaufende Praxis: Empfehlung für ein Besuchermonitoring an größeren
  • „Kleine Methoden": Einsatz von informellen Verfahren (informelles Besucher - feed-back)
  • Aus der Forschungswerkstatt: Ausgewählte Befragungs- und Evaluationsprojekte

Download
Einführung in die Evaluation von Museen und Ausstellungen
Kap. 4 aus dem Lehrbrief "EVALUATION UND BESUCHERANALYSEN. EMPIRISCHE INFORMATIONSGEWINNUNG IN MUSEEN UND AUSSTELLUNGSEINRICHTUNGEN" des Studiengangs Kultur- und Museumsmanagement an der Fernuniversit
Text_Kap4_Lehrbrief.pdf
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Hier wird die AfeB - Methode der Kompaktevaluation vorgestellt